Poster A0

EUROPEAN TRIBAL WARS

Plakat und Katalog zur Ausstellung "European Tribal Wars" im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt
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Poster and catalogue to the exhibition "European Tribal Wars" at Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt


Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft! Germanen, Kelten, Römer, Angelsachsen in der Antike – Franzmänner, Tommys, Krauts bis ’45 – in den vergangenen Jahrtausenden: alle gegen alle oder zeitweise wechselseitig verbündet gegen die anderen Verbündeten! Und nun? Europäer? Was sind Europäer, was macht sie dazu?

Der Titel wie auch die Ausstellung sind der Versuch einer Annäherung, einer Eingrenzung, und sie beinhalten den abenteuerlichen Versuch, in die Zukunft zu schauen: Wie mittels einer Sammellinse, in der aus den im Außen liegenden Lichtpunkten ein Brennpunkt wird.
Mehrere dieser Sammellinsen aneinander „geklebt“ ergeben dann die bekannte Kristallkugel – aber mit Hexeneinmaleins hat das nun wirklich nichts zu tun.Das „in die Zukunft schauen“ geschieht durch den Geschichtskontext – sich die Vergangenheit anzusehen, daraus lernen und so optionale Welten zu beleuchten (nicht zu erschaffen!). Im Kontext des Bayerischen Armeemuseums bietet sich wiederum eine apokalyptische Zukunft dar – immer natürlich als Mahnung
und Bannung des Horrors gedacht, verzweifelt und verwundet, nie aber der Hoffnungslosigkeit ergeben. Nie der Hoffnungslosigkeit ergeben ist auch die Kunst von Andrew Gilbert, Stefan Kaminski und Dominic Wood...

Auszug aus dem Katalogtext "Verwundet, Vernarbt, Verdrängt" von Daniela Stöppel

Past, present, future! Teutons, Celts, Romans, Anglo-Saxons in antiquity—Frogs, Tommys, Krauts until ’45—in past thousands of years: free-for-all or in sporadic alternating alliances against the other allies! And now? Europeans? What are Europeans, what defines them?

This exhibition as well as its title are an endeavor at an approximation, a demarcation, and this entails the adventurous attempt to see the future: As by means of a convergent lens, in which exterior points of light form a focus. Several
of these convergent lenses “pasted” together would then result in the familiar crystal ball—but this really has nothing to do with witchcraft 101. “Seeing the future” is meant in terms of the historical framework—looking at the past, learning from it and thus illuminating (not creating!) alternative worlds. In the context of the Bavarian Army Museum, an apocalyptic future stands to reason—naturally always meant as a reminder and admonition of horror—desperate and wounded, but never resigned to hopelessness. The art of Andrew Gilbert, Stefan Kaminski and Dominic Wood also never resigns to hopelessness.

Excerpt from the text "Wounded, Scarred, Displaced"
of Daniela Stöppel